RITTERVERLAG
Verlag für Kunst und Literatur


Kunstkataloge, Monographien, Künstlerbücher

Cornelius Kolig

An den Klon, Bd. 1

ISBN: 978-3-85415-341-2
Buchpreis: € 49.00
352 Seiten, Hartband mit SU ca. 1200 SW/Farb-Abbildungen, erschienen 2004

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1200 Zeichnungen - das Vermächtnis Cornelius Koligs, des Künstlers, des Analytikers und des Wissenschaftlers, an seinen Klon. Anleitungen zum Bauen von Maschinen und Geräten, zum Erschließen neuer Sinne und neuer körperlicher Reize.

Cornelius Koligs Buch An den Klon, dessen ursprünglich für Herbst 2003 geplante und nun in stark erweiterter Form vorliegende Ausgabe, ist das zeichnerische Vermächtnis an seinen virtuellen Nachfolger. Dieser soll vollenden, was der Künstler zu Lebzeiten aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht mehr schaffen konnte.

Kolig, Erbauer seines eigenen Museums, genannt Paradies, ist Künstler, Analytiker, Wissenschaftler, ein Mann der ästhetischen Recherche; er erfindet, zeichnet und konstruiert seit Jahrzehnten Objekte, die instrumentalen Charakter haben. Diese konzipierten Objekte können Maschinen, Vorrichtungen, Möbel sein; sie haben den Charakter von Reizspendern, denn sie tangieren immer einen oder mehrere Sinne im Umgang mit diesen Geräten. Das kann haptisch oder auch sexuell erfahrbar sein, aber ebenso Prozesse wie Essen oder Ausscheiden betreffen. Ein surreales Moment liegt im Konzept dieser technischen Artefakte, die eine utopische Beglückung zwischen Erotik und Technik vorzuweisen scheinen, eine Beglückung, die konterkariert wird durch die Erweiterung der körperlichen Reize durch die Inanspruchnahme der Maschine. Die vom Künstler angedachte Doppelbödigkeit kann ein Objekt gleichzeitig als Wohnzimmermöbel wie als Folterbank erscheinen lassen.

In dieses Denken paßt der anarchistische Gedanke des Klons: Er soll in einer New Brave World (Huxley) neue körperliche Reize den bereits vorhandenen hinzufügen, er soll neue Maschinen und Geräte bauen, von Kolig erdacht, die von seinem Klon nach den im Buch abgebildeten Zeichnungen - etwa 1200 - ausgeführt werden könnten.

Cornelius Kolig

Cornelius Kolig Cornelius Kolig, geb. 1942 in Vorderberg/Kärnten. Objektkünster, Plastiker, Graphiker. 1960-65 Akadamie der bildender Künste Wien (J. Dobrowsky, M. Weiter). "Röntgengraphik" und "Röntgenplastik". 1972 Biennale in Venedig; Graphik-Biennale Tokio. 1973 Graphik-Biennale Laibach, 1975 Biennale Sao Paulo; Beginn der Arbeit an "Reizspendern"; 1980 Baubeginn des Paradies


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