Georges Perec

TISCH-ORDNUNGEN

ISBN: 978-3-85415-502-7

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128 Seiten, brosch., erschienen 2014,
herausgegeben von Sebastian Hackenschmidt und Klaus Engelhorn,
mit einem Nachwort von Sabine Mainberger


In den hierorts erstmals gemeinsam veröffentlichten Essays befasst sich Georges Perec mit verschiedenen Aspekten zeitgenössischer Schriftkultur: sozialen ebenso wie kognitiven oder mit materiellen wie etwa dem mit dieser verbundenen Mobiliar. In Anlehnung an die deskriptive Soziologie und postkoloniale Ethnologie richtet der Autor den Fokus auf das Naheliegende und Unscheinbare, wobei er insbesondere den Symbolgehalt der Gegenstände in bezug auf Herrschaft und Macht analysiert. Die Arbitrarität jedweder Systematisierung vor Augen, setzt Perec gängigen Modi der Beschreibung und Klassifizierung das subversive Esprit künstlerischer Verfahren entgegen, wenn er etwa sämtliche auf seinem überladenen Arbeitstisch befindliche Gegenstände zu beschreiben oder die Ordnung von Bibliotheken in den Griff zu bekommen versucht. Für Georges Perec boten das Schreiben nach Stilzwang, aber auch der kalkulierte Regelbruch neue Möglichkeiten der Textorganisation, um neue und überraschende Gedankenverbindungen herzustellen. Der vorliegende Band führt ins poetologische Zentrum eines der Hauptvertreter der Gruppe Oulipo: Georges Perecs unterhaltsames Spiel mit Aufzählungen, Listen und a-logischen Systematiken rüttelt auch heute noch ordentlich am Bestand tradierter Ordnungen.


Georges Perec

* 1936 in Paris, † 1982 in Ivry-sur-Seine (F),
französischer Schriftsteller und Filmemacher

Studium der Geschichte und Soziologie, kein Abschluß,
1961-1978 Tätigkeit als Archivar an einem Krankenhaus und
für das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung,
1965 erscheint sein Debüt Les Choses, für welches er mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet wird, dem weitere Preise und Auszeichnungen folgen
Ab 1978, nach dem Erfolg seines Buches La Vie mode d’emploi, als freier Autor tätig,
1981 Lehrauftrag an der University of Queensland, Australien.

Georges Perec zählt zu den wichtigsten Vertretern der französischen Nachkriegsliteratur.

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

  • TISCH-ORDNUNGEN

    128 Seiten, brosch., erschienen 2014,
    herausgegeben von Sebastian Hackenschmidt und Klaus Engelhorn,
    mit einem Nachwort von Sabine Mainberger

    ISBN: 978-3-85415-502-7

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