Urs Jaeggi

Heimspiele. Prosa

ISBN: 978-3-85415-532-4

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208 Seiten, brosch., erschienen 2015


Urs Jaeggis Erzählband „Heimspiele“ handelt von Menschen, deren Leben in Abkapselung, Flucht oder Freitod endet: vom Obdachlosen Alois, der als Mordverdächtiger in Haft genommen wird, vom homosexuellen Ferdinand, von Stefan, aus dessen Innerem Stefanie zum Durchbruch kommt, vom Psychiatriepatienten Tuttut oder von dem politisch couragierten, in seinem Umfeld geschnittenen Bankbeamten Seraphin. Deren Geschichten flankieren die längste des Buchs: Aus „rassischen“ Gründen ist Hans, Sohn eines Wiener Klavierbauers, vor den Nazis geflüchtet, besucht in den Staaten College und Universität und avanciert zur Koryphäe für Radiotechnik und Kryptographie. In der Zuwanderer-Metropole New York findet der distinguierte Musikologe und „maskierte Überlebenskünstler“ einen Ort, an dem er als Einheimischer wahrgenommen wird.
Im virtuosen Spiel fragiler Perspektivierung sowie in einer Sprache, die einen originellen, unvermittelten Zugriff auf die Objekte forciert, schafft Jaeggi eine brillante Form für seine feinsinnige Analyse heutiger Dissoziationserscheinungen. Eine mitreißende Parteinahme für das Unsichere und Irritierende gegenüber immer gleichen Erklärungen!


Urs Jaeggi

* 1931 in Solothurn (CH), † 2021 in Berlin,
Schweizer Soziologe, Schriftsteller und bildender Künstler

Ausbildung zum Bankkaufmann und anschließend fünf Jahre in diesem Beruf tätig.
Dann Abitur auf dem 2. Bildungsweg, anschließendes Studium der Nationalökonomie, Soziologie und Kunstgeschichte in Genf, Bern und Berlin.

1959 Promotion an der Universität Bern, dort Assistenz am Lehrstuhl Entwicklungssoziologie.
1959-1961 wissenschaftlicher Assistent an der Universiät Münster und der Sozialforschungsstelle in Dortmund.
1961 Lehrtätigkeit am Soziologischen Institut der Universität Bern, dort 1964 Habilitation und
ab 1965 Außerordentlicher Professor für Soziologie.
1966 Ruf an die neugegründete Ruhr-Universität Bochum, wo er Inhaber eines Lehrstuhls für Soziologie war.
1970/71 Gastprofessor
an der New School of Social Research in New York,
1972-1992 Ordinarius am Institut für Soziologie  an der
Freien Universität Berlin.
Zum Ende seiner Lehrtätigkeit begann Urs Jaeggi seine Interessen als bildender Künstler wieder aufzunehmen, hatte zahlreiche Ausstellungen und widmete sich ebenso seiner schriftstellerischen Tätigkeit.
1981 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt.

Urs Jaeggi lebte in Berlin und Mexiko-City.

Foto:©MMR, RitterGallery

 

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

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