Urs Jaeggi

Kunst ist überall

ISBN: 978-3-85415-506-5

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216 Seiten, zahlr. S/W-Abb., brosch., erschienen 2014


Kunst ist …“, Urs Jaeggi stellt in die Mitte zwei radikale Fragen: Warum und wer braucht unter den gegebenen Bedingungen heute KunstKunst das Erlebnis der Zersplitterung, wo die früher wichtige Unterscheidung in „schön“ und „hässlich“ nichts Entscheidendes mehr sagen kann. Ästhetik, einst ein strenger Lehrmeister, arbeitet inzwischen auch mit Brüchigem, früher Kunstfremdem. Fast alles ist möglich, und jeder Ort kann Kunstort sein. Ist Kunst, die immer aus dem Überfluss zu leben schien, jetzt aus der Angst geboren? Als Schutzschild? Oder als grenzenlos offenes Spielfeld? Suchen, experimentieren, etwas erinnern, um etwas nicht zu verlieren und um dazu zu gewinnen. Unbekanntes, Erahntes verfolgen? Unerwartetes taucht auf, bisher Ausgeschlossenes. Die Folgen sind zum Teil schwer absehbar. Im „Kunstbetrieb“ wichtige Ausstellungen präsentierten in den letzten zwei Jahren mit recht Öffnungen ins Politische, ins Tierreich, ins Botanische und in Bereiche der experimentellen Naturwissenschaften. Außenseiter und Randgänger tauchen auf, mit hoher Intensität und Bildhaftigkeit. Wer die Augen offen hat für Andersartiges, sieht vieles: natürliche Installationen und „Bilder“. Findet Kunst inzwischen ein gleichzeitig überfülltes und leeres Feld, im Kreis gehend oder spiralförmig?


Urs Jaeggi

* 1931 in Solothurn (CH), † 2021 in Berlin,
Schweizer Soziologe, Schriftsteller und bildender Künstler

Ausbildung zum Bankkaufmann und anschließend fünf Jahre in diesem Beruf tätig.
Dann Abitur auf dem 2. Bildungsweg, anschließendes Studium der Nationalökonomie, Soziologie und Kunstgeschichte in Genf, Bern und Berlin.

1959 Promotion an der Universität Bern, dort Assistenz am Lehrstuhl Entwicklungssoziologie.
1959-1961 wissenschaftlicher Assistent an der Universiät Münster und der Sozialforschungsstelle in Dortmund.
1961 Lehrtätigkeit am Soziologischen Institut der Universität Bern, dort 1964 Habilitation und
ab 1965 Außerordentlicher Professor für Soziologie.
1966 Ruf an die neugegründete Ruhr-Universität Bochum, wo er Inhaber eines Lehrstuhls für Soziologie war.
1970/71 Gastprofessor
an der New School of Social Research in New York,
1972-1992 Ordinarius am Institut für Soziologie  an der
Freien Universität Berlin.
Zum Ende seiner Lehrtätigkeit begann Urs Jaeggi seine Interessen als bildender Künstler wieder aufzunehmen, hatte zahlreiche Ausstellungen und widmete sich ebenso seiner schriftstellerischen Tätigkeit.
1981 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt.

Urs Jaeggi lebte in Berlin und Mexiko-City.

Foto:©MMR, RitterGallery

 

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

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