Peter Gorsen

Passagen der Bildsatire durch den globalen Medienoptimismus. Das Bildniswerk von Florentina Pakosta im Rückblick auf die Physiognomika Franz Xaver Messerschmidts u. Arthur Schopenhauers.

ISBN: 978-3-85415-498-3

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192 Seiten, zahlr. S/W-Abb., brosch, erschienen 2014


Der Essay von Peter Gorsen versteht sich als Revision traditioneller, romantischer Physiognomik, die beispielhaft ein Messerschmidt und Schopenhauer, der eine ästhetisch, der andere theoretisch, jeder seinem eigenen Prinzip folgend, hinterlassen haben.

Kann ein anachronistisch-manuelles Individualmedium wie die physiognomisch-mimische Bild(nis)satire Florentina Pakostas unter dem Regime der neuen immateriellen Kommunikationsmedien und elektronischen Bildproduktion sich noch wirksam behaupten? Welche kritischen Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen sich für ein inhaltlich erweitertes Blickfeld feministischer Aufklärung inmitten der sozialen Integration der visual culture?

Im kritischen Rückblick auf Messerschmidts selbstreferenzielles, irrational-hieroglyphisches Menschenbild, aber auch auf die Schutz- und apotropäischen Abwehrfunktionen, die es gewährt, hat sich Pakosta schließlich rationale, rollenkritische Qualitäten bildlicher Darstellung angeeignet, die eine Verlustbilanz des medial entfremdeten, geschlechtsundemokratischen Menschen und seiner mienensprachlichen Verstellungskünste aufmachen.


Peter Gorsen

* 1933 in Danzig, † 2017 in Wien,
österreichischer Kunstwissenschaftler,
Univ.Prof., Kunst- und Mentalitätshistoriker.

Studium der Philosophie, Psychologie und Kunstwissenschaften an der Universität in Frankfurt am Main. 1965 wurde er mit seiner Dissertation bei Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas zum
Dr. phil. promoviert.
Danach, 1970 Mitbegründer der Zeitschrift Ãsthetik und Kommunikation,
1970-1973 Lehrauftrag für Literatur und Soziologie, Universität Franfurt am Main,
1973-1976 Dozent für Kunst und Visuelle Kommunikation an der Universität Gießen.

1977-2002 Professor für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst in Wien und dort 1996-1998 Leiter des Instituts für Museologie.
Arbeitsschwerpunkte im 19. und 20. Jahrhundert. Seit 1980 interdisziplinäre Lehre und Forschung über Kunst und Sexualität, Kunst und Krankheit, Art Brut, Frauen in der Kunst, Maskulin – Feminin sowie Gender Studies.

Peter Gorsen war ein genauer Beobachter und Chronist der aktiven Jahre des Wiener Aktionismus.

 

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

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