Florian Neuner (Hg.)

Die Kunst des Lesens. Sebastian Kiefers Lektüren

ISBN: 978-3-85415-649-9

Preis: 32,00

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ca. 340 Seiten, Brosch., Herbst 2022


Neue Perspektiven für den Umgang mit Dichtung in Theorie und Praxis

Der Literatur- und Musikwissenschaftler Sebastian Kiefer behauptet seit Jahren eine solitäre Stellung in der deutschsprachigen Publizistik:
Er entwickelte eine eigene Kunst des minutiösen Lesens und versucht dabei zu zeigen, dass die Ansprüche an poetische Sprache und Erfahrung, wie sie Goethe, Hölderlin oder Eichendorff hegten, heute nur in avancierten Texten lebendig wiederholt oder neu formuliert werden können.

„Lesen“ in Kiefers Sinn ist das Gegenteil des konventionellen „Interpretierens“:
Es geht nicht um das Extrahieren angeblicher dichterischer Aussagen – denn alles, was man über die Welt oder über sich selbst sagen kann, lässt sich auch ohne Kunst sagen. Genuin poetische Erfahrungen von Ich, Welt und Sprache können nur im Mit- und Gegeneinander verschiedener Arten von Gefühlen, Gedanken und Wahrnehmungen im praktischen Lesen gemacht werden.
Lesen ist für Kiefer die Kunst, diese verschiedenen geistigen Aktivitäten zu verfeinern, beobachten und erleben zu können. Kenntnis der historischen Sprechweisen und Erkenntnisbegriffe ist dazu ebenso unerlässlich wie eine Verfeinerung der Aufmerksamkeit für das Spiel der Empfindungen und die Nuancen der sich zeigenden Phänomene.
Die hierorts versammelten Aufsätze folgen Kiefers Lektürebewegungen in seinen zentralen Untersuchungen von Texten deutscher Klassiker bis zur Neoavantgarde (Reinhard Priessnitz, Ferdinand Schmatz, Ulrich Schlotmann u.a.).

Hommagen von Autor*innen, deren ästhetische Positionen für Sebastian Kiefer Relevanz besitzen – zu einigen von ihnen hat er richtungsweisende Publikationen vorgelegt –, komplettieren den Band.

Mit Beiträgen von:
Urs Allemann, Thomas Eder, Peter Geist, Mara Genschel, Michael Hess, Margret Kreidl, Li Mollet, Clemens Nachtmann, Florian Neuner, Georg Oberhumer, Ronald Pohl, Theresia Prammer, Ferdinand Schmatz, Stefan Schweiger, Ulf Stolterfoht

 

Von Sebastian Kiefer sind im RITTER VERLAG erschienen:

„Dichte ich in Worten, wenn ich denke?“
Ferdinand Schmatz oder: Nur der „Avantgardist“ kann Romantiker sein
und
Parodie und Totalität. Studien zu Reinhard Priessnitz`”vierundvierzig Gedichte”


Florian Neuner

* 1972 in Wels, Oberösterreich,
lebt als Schriftsteller und Journalist in Berlin,

Studium der Germanistik und Philosophie in Wien und Berlin,
Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Idiome-Hefte für Neue Prosa und seit 2002 Mitherausgeber der Zeitschrift perspektive. hefte für zeitgenössische literatur,
Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien,
als Rundfunkautor für Deutschlandfunk Kultur tätig und seit 1996 ständiger freier Mitarbeiter beim Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Im Ritter Verlag hat Florian Neuner Chris Bezzels nachgelassenes Buch namor. Roman (2016) sowie dessen Tagebuchtage (2014) herausgegeben.

Florian Neuner lebt in Berlin
und ist ab September 2021 für ein Jahr Stadtschreiber in Graz.

Foto:©Jörg Gruneberg

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

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