Ronald Pohl

POUND IN PISA. DIE BADEKÜSSER

ISBN: 978-3-85415-489-1

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88 Seiten, brosch., erschienen 2012


pound in pisa ist der wüste Abschiedsgesang eines für wahnsinnig gehaltenen Dichters der Moderne: Ezra Pound rekapituliert in immer neuen Anläufen sein tragisches Los als „Medium“ der Weltvernunft. In sorgfältig rhythmisierten Schmähreden nimmt der exilierte US-Amerikaner den Vertretern der Ökonomie deren ureigenstes Heft aus der Hand: Indem er Wucher treibt mit den Mitteln der Poesie, beschämt er die krude Logik eines auf Krieg und Ausbeutung gerichteten Weltwährungssystems. Andrerseits beschwört Pound in Pisa, der Stätte seiner Demütigung, Bildreste des italienischen Faschismus herauf, in den er sich moralisch verstrickt hatte. Ein wucherndes Beziehungsgefüge, das in seiner rhetorischen Exuberanz an die konkreten Versprechen des utopischen Überschusses erinnert.
Die Badeküsser fokussieren wiederum den banalen Alltag einer keineswegs spurlos versunkenen Epoche, preisgegeben dem kindlich spekulativen Blick: In langen Satzschleifen kehrt die Erinnerung an großbürgerliches Mußeverhalten zurück, in dem jede einzelne Beobachtung dem behaupteten, wohlanständigen Anschein Hohn spricht. Die mediterrane Sommerfrische bildet den Rahmen für ein Geschehen, das die Grenzen zur Destabilisierung gezielt überschreitet: ein prosaisches Lob auf die Umgestaltungskraft reiner Potenzialität.


Ronald Pohl

* 1965 in Wien, ist österreichischer Kulturjournalist, Theaterkritiker und Schriftsteller, lebt in Wien.

Seit 1990 Autor und seit 1993 Feuilleton-Redakteur der Tageszeitung DER STANDARD,
seit 2004 auch als freier Schriftsteller tätig.

Ronald Pohl ist Pohl ist Lektor am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Foto:©MMR

Bisher erschienene Titel im Ritter Verlag:

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